Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.

Sebastian Kneipp

Zu einer guten Unternehmenskultur sollte heute ganz selbstverständlich auch ein gesundes Miteinander gehören. Und das wortwörtlich. Haben Sie als Unternehmerin oder Unternehmer schon einmal über einen regelmäßigen Gesundheitstag nachgedacht? Das lässt sich recht einfach selbst organisieren oder Sie halten nach einem entsprechenden Dienstleister Ausschau.

Abwechslungsreiche Programmpunkte sollten dafür sorgen, dass keine langweiligen Routinen aufkommen. Mögliche Ideen wären Vorträge zu gesunder Ernährung, Beratung zum gesunden Sitzen am Arbeitsplatz, eine Smoothie-Verkostung, aber auch ein Bowlingabend, Rückenschule, QiGong oder Yoga – probieren Sie einfach gemeinsam mit Ihrem Team aus, was Ihnen gut tut (und was natürlich derzeit unter den gegebenen Umständen realisierbar ist).

Wenn dann am Ende eines solchen Tages einzelne Maßnahmen dauerhaft in den Alltag einfließen, ist das besonders erfreulich. Vielleicht haben Sie schon besonders aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrer Runde? Dann laden Sie sie dazu ein, ihre Kollegen mitzureißen: Yoga in der Mittagspause, ein paar Rückenschul-Übungen vor dem gemeinsamen Frühstück am Freitagmorgen oder eine bewegte 10-Minuten-Pause für alle an ihrem jeweiligen Schreibtisch.

Eine weitere Option: Sie holen als Unternehmen regelmäßig einen Yoga-Trainer, einen Personal Coach oder Gesundheitsreferenten ins Haus: alle zwei Wochen, einmal im Monat oder in Ihrem eigenen Rhythmus bieten Sie Ihren Mitarbeitern eine halbe Stunde Bewegung oder Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit. Die Kosten übernimmt das Unternehmen. Wobei ein kleiner Obolus seitens der Mitarbeiter durchaus sinnvoll sein kann – so lässt sich dauerhaft die Wertschätzung für diese Extra-Leistung aufrechterhalten. Das so eingesammelte Geld könnten Sie dann alle gemeinsam für eine Unternehmensaktivität – idealerweise natürlich etwas gesundes – ausgeben.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Sie auch mit einem mobilen Masseur oder einer mobilen Masseurin. Längst haben Physiotherapeuten erkannt, dass es sich nicht jeder einrichten kann, während der Arbeit zur Massage zu gehen. Holen Sie doch einfach regelmäßig an einem fest vereinbarten Tag einen Experten zu sich. Ihre Mitarbeiter können vorab halbstündige Termine vereinbaren und dann eine Massage am Arbeitsplatz genießen. Das erspart Ihren Mitarbeitern den Weg zur Physiotherapie und schafft darüber hinaus an langen Tagen eine kleine Ruhepause im Arbeitsalltag, aus der das Team gestärkt und vor allem deutlich entspannter hervorgeht! Auch hier wieder der Tipp: Eine kleine Kostenbeteiligung wirkt Wunder.

Selbstverständlich sollten inzwischen kostenfreie Getränke wie Kaffee, Tee und Wasser sein. Auch frisches Obst und Gemüse oder gesunde Snacks wie Nüsse und Trockenfrüchte bringen Ihre Mitarbeiter wieder auf Trab. Ergonomische Arbeitsplätze und höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen das gesunde Arbeiten im Büro.

Ein weiterer Baustein einer gesunden Teamkultur mit Wettbewerbscharakter: Ein digitaler Teamlauf. Viele tragen bereits Fitnesstracker am Handgelenk. Es tut auch die Schrittzähler-App auf dem Smartphone, und schon können Sie gemeinsam los laufen und beispielsweise über einen Zeitraum von 30 Tagen vereinbaren, dass jeder jeden Tag 10 000 Schritte macht. Klingt viel? Ist es auch. Aber auch ein lohnendes Ziel, das bei vielen Menschen meist nachhaltig eine Veränderung bewirkt und wieder mehr Bewegung in den (Arbeits)Alltag bringt.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Lassen Sie die Selbstverantwortung Ihrer Mitarbeiter nicht außer Acht. Niemand sollte sich gezwungen fühlen. Es sollte das Credo gelten, dass sich jeder das aus den Angeboten aussucht, was sie oder er mag. Und dabei ist es auch völlig in Ordnung, sich gegen ein Angebot zu entscheiden, aus welchen Gründen auch immer. All diese Leistungen sind Zusatzgesten seitens Ihres Unternehmens, die aber nur dann zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden führen werden, wenn es zu dem jeweiligen Mitarbeiter und seiner Grundeinstellung passt.

Quelle: Ines Scholz: Go digital: Neues Denken in der Kanzleiführung. Mit 48 Workhacks den Datenschatz heben