Das Thema Kassen beschäftigt viele Unternehmen seit längerem. Mit Einführung der neuen Kassenrichtlinie im November 2010 galten deutlich strengere Anforderungen an moderne Kassensysteme als vorher. So müssen Buchungen und Aufzeichnungen einzeln, vollständig, (selbstredend) richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden. Die Daten müssen außerdem unveränderlich abgelegt werden. Lange Übergangsfristen bis Ende 2022 haben bei manchem den Eindruck erweckt, dass man das Thema auf die lange Bank schieben kann.

Der Regierungsentwurf für ein Jahressteuergesetz 2020 liegt vor – mit interessanten Neuregelungen gerade im Bereich der Einkommensteuer. So gibt es z. B. beim steuermindernden Investitionsabzugsbetrag praxisrelevante Modifikationen.

Es ist wichtiger, Fragen stellen zu können, als auf alles eine Antwort zu haben.
James Thurber

Wie können wir als Kanzleiteam effektiv und trotzdem gemeinsam offenen Fragen klären, sei es zu konkreten Problemen in der Buchführung oder im sonstigen Tagesgeschäft? Wie können wir dabei einen einheitlichen Standard sicherstellen und die Wissensweitergabe unter unseren Mitarbeitern anregen und sie dazu befähigen, voneinander zu lernen und vom Wissen jedes Einzelnen zu profitieren?

Umsatz und Liquidität hat man als Unternehmer meist im Blick. Darüber hinaus die Arbeit des eigenen Unternehmens messbar zu machen, ist ein spannender Ansatz, der sich nicht nur im Rahmen einer möglichen betrieblichen Neuausrichtung lohnt. Um jedoch regelmäßig einen Überblick über das eigene Unternehmen zu gewinnen und einen entsprechenden Report zu erstellen, braucht es Zeit, die dann vielleicht an anderer Stelle fehlt. Also muss eine standardisierte Lösung her, die einfach umzusetzen ist und das gesamte Team einbezieht. Balanced Scorecard (kurz BSC) lautet die Antwort, die wir in unserer Steuerkanzlei seit längerer Zeit in der Praxis erproben – mit Erfolg und Begeisterung.

Eine zweite Führungsebene empfiehlt sich nicht nur in großen Unternehmen, sondern ist gerade im Mittelstand ein wichtiges Thema. Für Strategieentwicklung ist nur Zeit, wenn man dem Thema selbst Priorität einräumt. Laut gängigen Theorien sollte jede Führungskraft nicht mehr als sieben Mitarbeiter oder Themen(!) führen. Die optimale Führungsspanne liegt sogar nur bei fünf Teammitgliedern. Chefin oder Chef als alleiniger Entscheider – das geht auf Dauer auf Kosten des Unternehmers und des Unternehmens. Das musste ich mit meiner Kanzlei selbst erfahren und daher möchte ich Ihnen Mut machen, vom Alleinherrscher zum Teamplayer zu werden.