Lesen stärkt die Seele.
Voltaire

Wer unsere Kanzlei und mich kennt, weiß es aus eigener Anschauung: Ich habe eine Büchermacke. Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag. Doch insbesondere lange laue Sommerabende auf Balkon, Terrasse oder im Garten sind mit einem guten Buch ein Vergnügen der besonderen Art.

Der Großteil der Bücher, die ich gelesen habe und lese, sind zweifelsohne Sachbücher. Die Hälfte davon beschäftigt sich mit dem Thema Steuern. Die andere Hälfte hingegen behandelt Fragen der Unternehmensführung, natürlich Digitalisierung, aber auch die ganz großen Zukunftsfragen.

Dabei geht es mir nicht in erster Linie darum, all diese Thesen und Theorien zu mögen. Manches davon ist erschreckend und wir können nur hoffen, dass es anders kommt. Aber durch die Beschäftigung mit den unterschiedlichsten Meinungen, die zum Teil weit entfernt sind vom eigenen Standpunkt, entwickle ich eine eigene Haltung.

Was das im Unternehmensalltag bringt? Eine ganze Menge. Ob beispielsweise in der Gründungs- oder der Nachfolgeberatung: Sich mit unterschiedlichsten Perspektiven auseinander zu setzen, immer wieder über den eigenen Tellerrand zu schauen, eröffnet uns in der Zusammenarbeit mit unseren Mandanten die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und mehr zu sein als ein bloßer Deklarierer, der den Ist-Stand verwaltet.

Unsere Mandanten schätzen unser Fachwissen als Steuerberater. Aber wirklich zum Wegbegleiter zu werden, das ist das gewisse Extra. Langfristig wird diese „Steuerberatung plus“ den Unterschied machen und die Frage beantworten, ob unsere Branche auch in fünf, zehn oder 20 Jahren noch eine Daseinsberechtigung hat.

Unabhängig davon, den eigenen Horizont stetig zu erweitern und niemals still zu stehen, sind Bücher etwas, was man wunderbar teilen kann. Denken Sie zum Welttag des Buches doch einmal über eine „Bücher-Apotheke“ nach. Die Idee dazu stammt natürlich nicht von mir, sondern aus einem Buch. Es ist eine Freude, einem Mandanten oder Kunden hin und wieder ein Buch zu schenken oder zu leihen – sei es als Anstoß, neue Perspektiven einzunehmen, oder tatsächlich als Medizin zum Lesen in einer schwierigen Lebenssituation.

Quelle: Ines Scholz: Go digital: Neues Denken in der Kanzleiführung. Mit 48 Workhacks den Datenschatz heben