Themenwelt: Steuern privat & Vermieter

Gute Neuigkeiten für alle, die sich nebenberuflich in Vereinen, gemeinnützigen oder staatlichen Einrichtungen engagieren. Der Übungsleiterfreibetrag sowie der Ehrenamtsfreibetrag wurden für 2021 erhöht.

Egal, ob Sie auf der Autobahn Kilometer schrubben, sich durch den Großstadtdschungel kämpfen oder jeden Tag eine Landpartie zur Arbeit machen – Ihre Fahrtkosten können Sie steuerlich geltend machen.

Alle Jahre wieder – steht die Steuererklärung an. Dabei sind aktuell sehr viel mehr Deutsche abgabepflichtig, als noch vor einigen Jahren. Grund sind sogenannte Einkünfte mit Progressionsvorbehalt. Diese Lohnersatzleistungen werden erst einmal ohne Steuerabzug ausgezahlt. Im Rahmen der Steuererklärung wird dann berechnet, ob Abgaben darauf zu entrichten sind. Wer im Jahr 2020 bzw. 2021 mehr als 410 € in Form von Lohnersatzleistungen erhalten hat, ist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Zu diesen Einkünften zählen Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld und Arbeitslosengeld.

Wer aus beruflichen Gründen nicht dort wohnt, wo er arbeitet, sondern eine Zweitwohnung unterhält, kann  dies als doppelte Haushaltsführung geltend machen. Die aus der zweiten Wohnung resultierenden Mehraufwendungen sind dann nach dem Einkommensteuerrecht als Werbungskosten abzugsfähig. Doch Achtung: Die Finanzämter schauen inzwischen genauer hin. Wir erklären im Folgenden die Knackpunkte.

Nach der Statistik des Bundes für Steuerzahler ist jeder fünfte Steuerbescheid falsch. Gegen Steuerbescheide kann innerhalb von einem Monat nach Zugang des Bescheids das Rechtsmittel des Einspruchs eingelegt werden. Nach dem schriftlichen Einspruch prüft das Finanzamt den gesamten Steuerbescheid und kann diesen zu Gunsten, allerdings auch zu Ungunsten (sogenannte „Verböserung“) des Steuerbürgers ändern.