Themenwelt: Steuern privat & Vermieter

Steuerhinterziehung ist der strafbare Versuch des Steuerzahlers, das staatliche Versprechen der Steuergerechtigkeit auf privater Basis zu realisieren.

Helmar Nahr

Die Bundesregierung hat einen mehr als 200 Seiten starken Entwurf für ein Jahressteuergesetz 2020 vorgelegt, das unter anderem Änderungen bei der Einkommenssteuer vorsieht. Eine wichtige Regelung betrifft das Kurzarbeitergeld: Die durch das (Erste) Corona-Steuerhilfegesetz eingeführte begrenzte und befristete Steuerbefreiung der Arbeitgeber-Zuschüsse soll um ein Jahr verlängert werden. Damit gilt die Steuerfreiheit für Lohnzahlungen bis zum 1.1.2022.

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Die Corona-Pandemie hat das Thema Home Office oder mobiles Arbeiten zum neuen Normal gemacht. Zahlreiche Unternehmen haben zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Variante gesetzt, um in der Krise arbeitsfähig zu bleiben. Dabei ist das Ganze arbeitsrechtlich gar nicht so ohne wie mancher vielleicht denkt: Prinzipiell gelten die Büroräumlichkeiten des Arbeitgebers als vertraglich festgelegter Betriebsort. Arbeitgeber haben daher die Pflicht, entsprechende Arbeitsplätze inkl. der entsprechenden Bestimmungen in punkto Arbeits- und Gesundheitsschutz vorzuhalten.

Gerade für Familien ist dieses Jahr alles andere als einfach: Geschlossene Kitas und Schulen. Kinderbetreuung und Home Office unter einen Hut bekommen. Home Schooling bei größeren Kindern ­– viele Eltern sind seit dem Frühjahr enormen Mehrbelastungen ausgesetzt. Hinzukommt der finanzielle Druck in Zeiten von Kurzarbeit. Die Bundesregierung hat deshalb einen Corona-Kinderbonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind beschlossen, um Familien zu entlasten. Ein Extra-Antrag ist nicht nötig, es reicht der Bezug des Kindergeldes. Gut zu wissen: Eltern erhalten auch dann den Kinderbonus, wenn der Kindergeldanspruch im Laufe des Jahres endete oder erst nach September beginnt, weil das Kind noch nicht geboren ist, wie die Bundesagentur für Arbeit informiert.

Wichtige News für Vermieter! Wer Hauseigentümer ist, braucht Planungssicherheit und das auch in steuerlicher Hinsicht. Grundsätzlich gelten für anschaffungsnahe Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen in der Vermietung und Verpachtung folgende Regelungen: