Themenwelt: Steuern privat & Vermieter

Nach der Statistik des Bundes für Steuerzahler ist jeder fünfte Steuerbescheid falsch. Gegen Steuerbescheide kann innerhalb von einem Monat nach Zugang des Bescheids das Rechtsmittel des Einspruchs eingelegt werden. Nach dem schriftlichen Einspruch prüft das Finanzamt den gesamten Steuerbescheid und kann diesen zu Gunsten, allerdings auch zu Ungunsten (sogenannte „Verböserung“) des Steuerbürgers ändern.

Wer seine Einkommensteuererklärung selbst macht oder sich dazu z.B. beim Steuerbüro beraten lässt, wird oft mit Begriffen wie außergewöhnliche Belastungen, Werbungskosten oder haushaltnahe Dienstleistung konfrontiert. Doch was steckt dahinter? Für den Laien ist das oft nicht so leicht verständich, zumal sich die gesetzlichen Regelungen dazu auch immer wieder verändern. Es lohnt sich also, einen Profi mit der Erstellung der jährlichen Steuererklärung zu beauftragen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn viele Besonderheiten wie z.B. eigene vermietete Immobilien, das Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, ein Firmenwagen oder pflegebedürftige Angehörige beachtet werden müssen.

Steuerhinterziehung ist der strafbare Versuch des Steuerzahlers, das staatliche Versprechen der Steuergerechtigkeit auf privater Basis zu realisieren.

Helmar Nahr

Die Bundesregierung hat einen mehr als 200 Seiten starken Entwurf für ein Jahressteuergesetz 2020 vorgelegt, das unter anderem Änderungen bei der Einkommenssteuer vorsieht. Eine wichtige Regelung betrifft das Kurzarbeitergeld: Die durch das (Erste) Corona-Steuerhilfegesetz eingeführte begrenzte und befristete Steuerbefreiung der Arbeitgeber-Zuschüsse soll um ein Jahr verlängert werden. Damit gilt die Steuerfreiheit für Lohnzahlungen bis zum 1.1.2022.

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Die Corona-Pandemie hat das Thema Home Office oder mobiles Arbeiten zum neuen Normal gemacht. Zahlreiche Unternehmen haben zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Variante gesetzt, um in der Krise arbeitsfähig zu bleiben. Dabei ist das Ganze arbeitsrechtlich gar nicht so ohne wie mancher vielleicht denkt: Prinzipiell gelten die Büroräumlichkeiten des Arbeitgebers als vertraglich festgelegter Betriebsort. Arbeitgeber haben daher die Pflicht, entsprechende Arbeitsplätze inkl. der entsprechenden Bestimmungen in punkto Arbeits- und Gesundheitsschutz vorzuhalten.