Eine der wichtigsten Bilanzkennzahlen eines Unternehmens ist die Eigenkapitalquote, kurz EK-Quote. Laut Definition ist dies der Betrag, der den Inhabern und Gesellschaftern des Unternehmens gehört. Je höher das Eigenkapital, desto unabhängiger ist das Unternehmen von Banken und Lieferanten. Somit ist der finanzielle Handlungsspielraum grundsätzlich umso besser, je größer der Eigenkapitalanteil ist.

Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem eingezahlten Kapital, den stehengelassenen Gewinnen nach Gewinnverwendung und dem Jahresüberschuss des aktuellen Jahres. Zusätzlich rechnet man dem Eigenkapital noch anteilig sogenannte Mezzanine-Bestandteile der Sonderposten wie Rücklagen, stille Beteiligungen und patriarchische Darlehen als sogenannte hybride Finanzierung hinzu.

Das Eigenkapital ergibt sich aus der Differenz von Vermögen und Schulden und wird auch als Reinvermögen bezeichnet. Dabei gilt in deutschen Unternehmen eine Mindest-EK-Quote von 20 % als Zielgröße. In der jüngeren Vergangenheit haben deutsche KMU-Betriebe ihre durchschnittliche EK-Quote von 18 % (2002) auf knapp 32 % (2019) steigern können. Dabei variiert der Anteil des Eigenkapitals je nach Anzahl der Mitarbeiter: Mittelständler mit weniger als zehn Beschäftigten wiesen 2019 im Schnitt eine EK-Quote von 22,2 % auf, größere Unternehmen mit 50 und mehr Mitarbeitern kamen hingegen auf durchschnittlich 37 % EK-Quote.

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